»Я бывший человек …« / »Ich bin ein Mann von gestern …«

Я бывший человек меня к чему
вернула к жизни ты неосторожно
когда добру не верю ничьему
мои слова влекут удел острожный
прикосновение мое чуму

Мне душу смолоду судьба растлила
разъел желанья издавна порок
в моих глубинах наслоенья ила
определил необычайный рок
в борьбе за горе быть героем тыла

Сперва я думал к счастью напролом
пробиться в простоте моей наивной
наказанный не помнил о былом
за драгоценное платили гривной
за преданность собачью только злом

Что делать с молодостью беспризорной
где обрести заботу и совет
года растрачены в погоне вздорной
мечтателей не допускает свет
моих возможностей прогнили зерна

Сочувствие напрасно я искал
не озлобляясь и во что-то веря
улыбки вместо находил оскал
не шевеля умов что хуже зверя
не трогая сердец что тверже скал

Какого черта в нашей жизни ищем
сперва успехи а потом покой
себе отказывая в сне за днищем
когда расставшись под конец с клюкой
в сосновый гроб укладываться нищим

А если сбудется что иногда
кого-нибудь пристрастнее присвоим
то не откладывая на года
приходит смерть и не насытясь воем
кладбищенским коням кричат гайда

От увлечений лишних избавляя
по людям без разбору семеня
ко мне захаживала льстясь и лая
что без надежд там лучше для меня
со мной одним она одна не злая

Я наконец устал поверил ей
скользя на дно спустился по уступам
среди придушенных судьбой милей
который год живу ходячим трупом
за что не осуждай и не жалей

Среди живущих знаясь с виноделом
к мирскому равнодушье поместил
в моем существованье опустелом
за неудачу никому не мстил
ни дарованьем торговал ни телом

Все пережитое забытый бред
не знаю гибели моей блаженней
на обольщенья наложил запрет
не шелохнет унынье поражений
не возмутит напраслина побед

2.2.1947

Iliazd

 

 

Ich bin ein Mann von gestern doch du hast
mich schwupp zurückgeholt ins Leben
ich trau dem Guten nicht bin mir nur Last
nur Unheil weckt mein Wort mein Streben
was es mir bringt sind Pest und Knast

Seit jungen Jahren ist mein Herz gebrochen
das Laster gönnte mir nie meine Lust
tief in mir drin geschichtet lauter Brocken
mein Schicksal war mir stets bewußt
ein Held der Nachhut stets im Trocknen

Ich war naiv genug und strebte nach dem Glück
schlicht aufs Geratewohl mir selbst zum Schaden
bestraft genug nie wieder dachte ich zurück
mein Lohn für Bestes kam in kleinsten Raten
für meine Treue gab’s nur Hundelohn verrückt

Die Jugend ging mir ohne Schutz und Heim verloren
denn niemand half mir je mit Rat und Tat
vertan so viele Jahre ausgelassen unverfroren
für Träumer gibt’s kein Licht und keinen Staat
was in mir keimte blieb für immer ungeboren

Ich fand kein Mitgefühl doch nie war ich erbost darob
und stets half mir der Glaube etwas weiter
ja statt zu lächeln zeigte ich die Zähne grob
an jeder Bestialität bin ich damit gescheitert
auch hab ich harte kalte Herzen nicht gestoppt

Ein jeder mag den Dämon seines Lebens suchen
vorab erfolgreich doch schon bald ist Schluß
sich selbst den Schlaf versagen ihn verfluchen
und wenn man sich von seinem Gehstock trennen muß
so ist auch für den Ärmsten stets ein Grab zu buchen

Und falls es doch einmal geschieht daß wir
jemanden finden der aufs Ganze geht im Leben
so steht schon bald der Tod vor unsrer Tür
wird nicht nur uns ein überlautes Zeichen geben
ruft auch den Leichenwagen Pferde im Geschirr

Mir wird er weitere Affären sicherlich ersparen
er mischt sich wahllos unters Volk schlägt zu
um mich hat er geworben mit Gebell Fanfaren
versprach ich fände ohne Hoffnung eher Ruh
er wird mich mich allein vor Ungemach bewahren

Vor lauter Müdigkeit ließ ich mich auf ihn ein
ich stieg hinab in seine untersten Verließe
hinab zu all den Opfern schicksalhafter Pein
da leb ich nun als Leichnam und genieße
ganz ohne Urteil ohne Mitleid hier zu sein

Im Leben war ich ganz dem Weinbau hingegeben
sonst war mir alles Weltliche egal
in meinem öden Dasein gab’s kein Beben
und mein Versagen wurde mir zur Qual
nie galt dem Markt mein wahres Streben

Vergessen ist was einstmals war ein Wahn
mein Scheitern ist mein Heil gewesen
Verführung hat es mir nie angetan
und Niederlagen zählten nie zum Bösen
und Siege nie zum Guten stets vertan

2.2.1947

 

Übersetzung Felix Philipp Ingold

Aus zehn Zenturien. Dem Andenken derer, die nicht aus den Lagern zurückkehrten