Felix Philipp Ingold: Diana (II)

Diana ragt’s
aus lauterm Darben. Ihr Begehren
ist der fremde
Blick. Ihr Schatten schau
mein Pelz.
. . . . . . . .. Am wildesten duftet
herüber die Unschuld.
Zu hören Meer. Nie lügt die Gischt. Du
ist ein Wort wie Tat.
Der blutigste Aufstand.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bejubelt
dein Name die einzige
Wahrheit. Ich bin ganz Aug ihr ungerächtes
Wild. Gejagt von deinem
sagenhaft präzisen Wunsch mich zu haben
als Gott. Also tot.
.................Dann erst
bin ich deinesgleichen.
Du mein Staunen. Weiss Diana
all die lauten Narben.

Aus dem Band Restnatur, 1994