Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(XCIV)

Außerdem scheint er den »Chanson du mal-aimé« zu beenden, den eine trostlose Melancholie erfüllt, die noch unterstützt wird von einer Karte, die ihm Annie schreibt, datiert:

26. Mai 1904,

also wenige Tage nach seiner Rückkehr nach Paris:

Ich danke für Deine Karte Lieber Ich denke an Dich Vergiß nicht die Photographie für mich Tausend Küsse Denk an mich Grüße Deine Mutter. Annie

Die fehlende Interpunktion läßt darauf schließen, daß sie in Eile schrieb, vielleicht sogar mit dem momentanen Wunsch, die herzlos aufgegebene Liebe wieder aufzunehmen, von der der Dichter im 56. und 60. Vers Abschied nimmt:

Leb wohl, falsche Liebe, verwehrt
Mit der Frau, die dem Blick entgleitet
Letztes Jahr in Deutschland begehrt
Und verloren sie die entschreitet
Und nie mehr wiederkehrt…

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966