Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CXLIII)
Am 4. Mai 1908
steht in der 10417. Nummer des Gil Blas das Gedicht »Le Pirée« (Der Piräus), das Appollinaire unter dem Titel »Le Brasier« (Das Kohlenbecken) in Alcools einreiht und Paul-Napoléon Roinard widmet. Interessant ist auch die Charakterisierung des Dichters, der als Autorität unter den Neu-Symbolisten, den jungen Dichtern, gilt, die, obwohl auf ihre Eigenart bedacht, mit dem Symbolismus zusammenhängen: »G. Apollinaire figuriert unter den neuen Symbolisten, den jungen Dichtern, als Autorität. Seine Arbeiten sind seit den Zeiten der Revue blanche in den Zeitschriften der jungen Schriftsteller verstreut. Er gab selbst eine originelle, kurzlebige Zeitschrift heraus. Im Oktober wird ein Buch von ihm erscheinen Roman du mal-aimé (Roman des Ungeliebten). Seine Gedichte haben einen robusten Zug und doch Harmonie. Sie sind frei von jeder Nachahmung der Vergangenheit«, fährt Gustav Kahn in seiner Charakterisierung fort.
Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966









