Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CLXXXV)
Am 22. März 1910
beendet er die «Sechstausend-Bilder-Promenade“ und schreibt über die grobe Mystifikation, die Roland Dorgelès zur Verhöhnung der modernen Maler ersonnen hatte. Er behauptete, den bisher unbekannten Maler Boronali entdeckt zu haben, aber die Bilder »Boronalis« waren von einem abwechselnd in verschiedene Farben getauchten Eselsschwanz „gemalt“. Nach Jahren – 1947 – erzählt Dorgelès selbst diese Geschichte in seinem Buch Bouquet de Bohème. Heute erscheint sie uns der Bohème angemessen, aber zur gegebenen Zeit, in der gegebenen Kulturwelt bildete sie eine grobe Verhöhnung, die auch über Frankreichs Grenzen hinaus, z.B. bis nach Böhmen, drang, wo die Bilder in Topičs Salon in Prag ausgestellt wurden.
Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966









