Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
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In diesem Brief teilt ihr Apollinaire auch mit, daß er zum

28. August 1913

nach Paris zurückkehre, um Gino Severinis Trauzeuge zu sein, der die Tochter des Dichterfürsten Paul Fort heiratet. Die Hochzeit ist ein Ereignis, an dem auch Marinetti und andere Berühmtheiten der künstlerischen Avantgarde teilnehmen.

Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde während seines Aufenthaltes bei Serge Férat die Frage der Soirées de Paris wenigstens für eine Zeitlang gelöst. Die beiden Geschwister beschlossen nämlich, den bisherigen Herausgebern den Titel abzukaufen. Der Hauptfinanzier dabei war Serges Schwester, die Baronin Hélène d’Oettingen, die ihre Bilder bei den Unabhängigen ausstellte: Nach einem Bericht Zatkins versammelten die beiden Geschwister eine Gruppe um sich, der auch Apollinaire angehörte. Es waren Persönlichkeiten, die der Lieblingslektüre der ganzen Gruppe, des »Fantomas, würdig waren«, schreibt Crespelle in Montparnasse vivant (Der lebende Montparnasse). Von der zwölften Nummer an welkte die Revue dahin und Dupuy beriet mit Billy über ihren Verkauf. Auf dem Pont des Arts setzten sie einen Preis von zweihundert Franken fest. Einige Tage später schreibt Apollinaire Billy von dem Kauf, den Serge Férat realisiert hat. Mit der Redaktion wird Apollinaire betraut, der ständig Kunstkritiken in verschiedenen Zeitschriften schreibt und nun die nächste Nummer des neuen Jahrganges vorbereitet.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966