Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCLXVIII)

In einer Atmosphäre von Erfolg, angespannter Arbeit und zunehmender innerer Ruhe kommt der April, der wichtigste Monat des Jahres 1913. Ein Roman erscheint unter Apollinaires Namen, aber zum größten Teil von Dalize, Le Rome des Borgies (Das Rom der Borgias) und in der 380. Nummer des Mercure de France

am 16. April 1913

ein Artikel über »L’Enfer de la Bibliothèque Nationale« (Die Hölle der Nationalbibliothek). Im übrigen tritt Apollinaires Name zum erstenmal in der tschechischen Presse auf, dank dem Schriftsteller und Übersetzer Arnošt Procházka, der über den Januarband von Poèmes et drames referiert, in dem drei Gedichte Apollinaires erschienen, »Les Fenêtres« (Die Fenster), «Veille« (Nachtwache) und »Rencontre« (Begegnung). Das letztgenannte, später »La Clef« (Der Schlüssel) betitelt, übersetzt Procházka in Prosa und versieht es mit einer kurzen Notiz über den Autor. Man kann also eigentlich Procházka als Apollinaires Entdecker für den tschechischen Leserkreis betrachten; der »Schlüssel« bleibt übrigens seine einzige Übersetzung des Dichters.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966