Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCXXVII)
Das Buch, das
am 17. Juni 1915
»erscheint«, kommt natürlich nicht in den Buchhandel. Die ganze Auflage ist sofort vergriffen. Nicht einmal für die vertrautesten Freunde bleiben Exemplare übrig, der Autor muß sich bei ihnen – zum Beispiel Rouveyre – entschuldigen, daß er ihnen kein Exemplar schicken könne.
Seine Regimentskameraden lieben ihren Dichter. Er fühlt sich in der kriegerischen Umwelt, im Zusammenleben mit ihnen, verhältnismäßig glücklich, und bei diesem Stande der Dinge verwandelt sich die fast konventionelle Beziehung zu Madeleine Pàges in Liebe. Aber immer noch ist der Schatten einer anderen Liebe nicht gebannt, der Liebe zu Marie Laurencin. Das erhellt aus der Korrespondenz mit Louise Faure-Favier.
Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966









