Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCI)

Die beiden Freunde reisen

am 25. Juli 1914

ab, drei Tage bevor in Sarajewo die schicksalsschweren Schüsse fallen, die den Weltkrieg zur Folge haben und indirekt auch Guillaume Apollinaire treffen. Sie fahren mit den drei zahmen Kröten Do, Di und De in Rouveyres Auto, das der Chauffeur Nolant lenkt, in die Normandie, das Gepäck sendet ihnen Mollet mit der Bahn nach. Der 26. sieht sie schon am mondänen internationalen Strand, wo sie der Faulheit frönen und Eindrücke für ihre Reportage sammeln. Apollinaire bereitet außerdem ideogrammatische Gedichte vor, die im Verlag der Soirées herausgegeben werden sollen. Er hat sich mit dieser Absicht schon vor der Abreise getragen, und die Publikation ist in den Soirées inseriert worden. Apollinaire korrespondiert während seines Urlaubs eifrig mit ihren Mitarbeitern… Der Titel »Et moi aussi je suis peintre« (Auch ich bin Maler) geht auf eines der Pariser Gespräche zurück, in dem Roy den italienischen Satz »Anch’io son pittore« zitierte. Apollinaire benutzt ihn in französischer Übersetzung für das Buch, das laut der Subskriptionsliste in zweihundert in der Pochoirtechnik kolorierten Exemplaren erscheinen soll. Die Herausgabe verhindert aber die rasche Folge der Ereignisse, in der Apollinaire nicht untätig ist.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966