Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CXLVI)

und am

15. Juni 1908

veröffentlicht die Phalange in ihrer 24. Nummer unter dem Titel »La Marchande des quatre saisons ou le Bestiaire mondain« (Die Gemüsehändlerin oder das mondäne Tierbuch) achtzehn Gedichte des künftigen Cortège d’Orphée (Geleit des Orpheus). Die Inspiration zu dieser Gedichtfolge schöpfte der Dichter vermutlich schon im Jahre 1906 aus Picassos Holzschnitten von Tieren. Der Titel Bestiaire (Tierbuch) wie auch die ganze Konzeption gehen wieder auf Apollinaires Interesse für die Literatur des Mittelalters und der Renaissance zurück.

Noch im Juni schickt er das Vorwort »Les trois vertus plastiques« (Die drei plastischen Tugenden) an die Redaktion des Feu (Feuer), sichtlich um weitere und dauerndere Publizität zu gewinnen als durch einen Katalog.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966