Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CLXXI)
Er schreibt zu jener Zeit das Vorwort zu der Ausstellung Wladislaw Granzows, die
am 25. Oktober 1909
in der Galerie Druet eröffnet wird, und auch das «Medaillon d’un Fauve“, eine kurze Studie über H. Matisse, den er als führende Persönlichkeit unter den Fauvisten bezeichnet. Er schließt mit einer anekdotischen Schilderung seiner persönlichen und Familienumwelt – als Feinschmecker erwähnt er sogar die Küche der Madame Matisse. Er ist von dieser Arbeit offenbar nicht befriedigt, denn sie wird zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht. Erst posthum kommt sie im Jahre 1950 in der 285. Nummer der Arts et Spectacles (Kunst und Schauspiel) heraus.
Apollinaire gebraucht hier den Beinamen „Fauve“ schon nicht mehr in seinem herabsetzenden, verhöhnenden Sinn, sondern als kategorisierende, bereits eingelebte Bezeichnung.
Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966









