Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCXXXV)

was auch die Fortsetzung der Anecdotiques bestätigt, in denen er sich

am 16. Oktober 1911

von neuem mit dem Kubismus befaßt. Das ist kein bloßer Akt der Dankbarkeit den Freunden gegenüber, die sich für ihn exponiert hatten. Apollinaire beginnt sich zu dieser Zeit für die moderne bildende Kunst eingehender zu interessieren, er wird zu ihrem Verteidiger und Exegeten, zum »Papst des Kubismus« (das Prädikat trug ihm Picassos Karrikatur ein). Es bilden sich die Grundlagen seiner theoretischen Anschauungen, seiner Methoden, seiner Arbeit heraus. Das Resultat: eines der ersten Bücher über den Kubismus.

Apollinaire, der nur von seinen Honoraren lebt, trachtet seine Mitarbeit an Zeitschriften zu erweitern. Er knüpft Beziehungen zu der belgischen Revue Le Passant an. Sein Name ist in Belgien nicht unbekannt. Dazu trug unter anderem der Mercure de France bei.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966