Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCXCIII)

Am 13. November 1918

wird der Sarg des Dichters unter dem Klange sämtlicher Glocken, die für alle Gefallenen erschallen, auf dem Friedhof Père-Lachaise ins Grab gesenkt.

An der Spitze des Leichenzuges schreitet unter Führung eines Leutnants ein militärisches Ehrengeleit, hinter dem unter einem Meer von Kränzen und Blumen fast unsichtbaren Sarg Apollinaires Mutter und seine Witwe, begleitet von den treuesten der Freunde, Serge Jastrzeboff und Max Jacob. Hinter ihnen ein langer Zug von Freunden, darunter laut dem Zeitungsbericht das Ehepaar Picasso, André Billy, Salmon, Cremnitz, Cendrars, Jean Cocteau, Paul Fort, Mac Orlan, Fernand Fleuret, Rachilde und weitere Schriftsteller und Vertreter der Redaktionen der Zeitschriften, an denen der verstorbene Dichter mitgearbeitet hatte. Und auch die Maler, seine geliebten, von ihm verteidigten Kubisten und auch andere – ferner Léger, André Derain, Metzinger, Severini und Frau, Brancussi –, eine unabsehbare Menge hat sich zu der Trauerzeremonie eingefunden.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966