Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCLXXXVII)
Am 2. Mai 1918
heiratet Apollinaire. Die Trauung findet in der Kirche St. Thomas von Aquino statt, Trauzeugen sind Pablo Picasso und Ambroise Vollard. Alle Freunde heißen die Heirat gut, denn nun ändert sich Apollinaires Leben von Grund auf. Er tritt in die Korporation der französischen Schriftsteller (Association cooperative des écrivains français) und in das Syndikat der Kunstkritiker ein, lebt auf und sprudelt über von Tätigkeitsdrang. Er gibt sehr amüsante Erinnerungen an seine Wanderungen an den Ufern der Seine heraus, Flâneur de deux rives (Bummler an beiden Ufern), und ist voll von Zukunftsplänen. Seine erhöhte Aktivität zusammen mit den Folgen mehrerer Schädeltrepanationen unterhöhlen seine früher so robuste Konstitution.
Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966







