Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCLXXXIX)

Außerdem beendet er

am 5. August 1918

drei Akte der komischen Oper Casanova, die, angeregt durch Gespräche mit Diagilew und Satie, in Zusammenarbeit mit Henry Defosse entstand. Er plant einen Gedichtband über Maler unter dem Titel »Le Marchand d’Oiseaux« (Der Vogelhändler) und beendet das Drama Couleur du temps (Die Farbe der Zeit), plant das weitere Editionsprogramm für die Brüder Briffaut, in das er die Biographien von Kleopatra, Messalina und Ninon de Lenclos einzureihen gedenkt.

Diese fieberhafte Tätigkeit ist der Vorbote der Tragödie. Er scheint unterbewußt sein frühes Ende zu ahnen, ist Feuer und Flamme für diese Pläne, die er nicht mehr ausführen kann. Einigermaßen erfrischt kehrt er nach Paris zurück, wo er regelmäßig seine monatlichen Beiträge für den Mercure schreibt.

Er schickt eine Neubearbeitung seines Vortrages vom Vorjahre »Der neue Geist und die Dichter« an die Redaktion des Mercure.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966