Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCLXIII)

Trotzdem fühlt sich der Autor seltsam und grundlos deprimiert. Er schreibt darüber

am 23. November 1916,

einen Monat nach dem Erscheinen des Ermordeten Dichters, an Madeleine:

Ich bin müde und finde in Paris so wenig Freundschaft… Überall nur Egoismus… In keiner Beziehung bin ich mehr derselbe, der ich war, und wenn ich mir selber gehorchte, würde ich Priester oder Mönch…

Das ist sein letzter Brief. So endet die Liebe zu dem Mädchen, das ihm in der schweren Zeit des Krieges und seiner Verwundung eine Stütze war. Daß auch er verwundet, macht er sich in seinem damaligen Seelenzustande wohl nicht klar.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966