Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCXXV)

Am 4. Mai 1915

bekommt er von Madeleine Pagàs ein Päckchen und einen Brief. Es entspinnt sich eine lebhafte Korrespondenz, wobei der Dichter jedoch nicht versäumt, auch an Lou zu schreiben.

Einige Gedichte schickt er mit entsprechenden Änderungen beiden Frauen, in einer wohl von der Einsamkeit des Schützengrabens bedingten Spaltung der Gefühle.

Und an der Grenze von Leben und Tod intensiviert sich sein dichterisches Schaffen. Gedruckt wird damals von ihm wenig, denn die meisten Zeitschriften sind eingegangen, die Ausstellungen beschränkt, und die wenigen kann er nicht besuchen.

Aber im Mai 1915 nimmt er die Anécdotiques im Mercure wieder auf, die seit Kriegsausbruch eingestellt waren.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966