Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCLIV)
Aus dem vorbereiteten Buch druckt der Dichter-Redakteur in der 6. Nummer der Soirées
im Juli 1912
»Clotilde«, »Marie-Sybille« und »Rosemonde« ab, ohne zu erwähnen, daß sie einer demnächst in Buchform erscheinenden Gedichtsammlung entnommen sind.
In dieser Epoche von Apollinaires Leben entsteht auch das Porträt, das auf der unteren Bildfläche der Radierung die Titel seiner Bücher Bestiaire, Hérésiarque et Cie, L’enchanteuer pourissant und Eau de vie aufweist. Der Maler ist Marcoussis, und der porträtierte Dichter begrüßt seine Dekomposition des Umfangs ins Flächenhafte. Es ergibt sich hier die Hypothese, ob nicht gerade diese bildnerische Ansicht den Anstoß zu Apollinaires Ideogrammen und Simultangedichten gab. Jedenfalls aber ist es eine Ehrung und ein Ausdruck freundschaftlicher Gefühle, ebenso wie die Einladung Francis Picabias zu einer Reise nach England, wo Apollinaire seit der Trennung von Annie nicht mehr war.
Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966









