Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(LXXIX)
Zwei Tage nach dieser Zusammenkunft, auf der er die ersten neuen, lebenslänglichen Freundschaften schloß, bemerkt Apollinaire
am 27. April 1903
in seinem Tagebuch:
Am Karfreitag war sie am Fenster. Gerunzelte Brauen, wegen der Sonne. Meine Nachbarin lachte, dann sagte sie: »Seien Sie nicht böse, daß ich lache.« Wir gingen zusammen ins Bois. Sie ist in Monaco bei den Nonnen von Saint-Maur gewesen. Haben unsere Kindheit nebeneinander verbracht.
Sentimentalität und Sympathie, und doch im Casino de Paris etwas weit gegangen. Ich schrieb ihr Verse und Prosa.
Er meint jene »Lettres-poèmes« (Briefgedichte), die fast wie eine Litanei klingen.
Die dichterische Geographie dieser Liebesepisode beendet ein Akrostichon über die Augen der schönen Nachbarin, »der blonden, die braun erscheint«.
Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966









