Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCLXIV)

Auch der Satz über den Mangel an Freundschaft ist nicht ganz begründet, denn in den letzten Tagen

des Dezembers 1916

zum Beispiel veranstalten die Freunde, unter denen berühmte Persönlichkeiten wie Régnier, Paul Fort, Mme. Rachilde, sind, von den jüngeren Cocteau, Romain und andere, ihm zu Ehren ein feierliches Bankett im Palais d’Orleans. Max Jacob, wahrscheinlich unter Mitwirkung Picassos, Reverdys, Juan Gris’, Cendrars’, und Paul Dermées, stellen für dieses Bankett eine literarische Speisekarte zusammen, auf der die Gänge durch Titel von Apollinairs Werken bezeichnet sind. So gibt es kubistische, orphische und futuristische Vorspeisen, Zone à Coriamandal, Méditations esthétiques en salade, die Speisenfolge endet natürlich mit »Alcool«. Während des wahrhaft rabelais-apollinairehaften Banketts werden Trinksprüche gehalten. Und so endet das Jahr 1916.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966