Ich überlasse der Zukunft die Geschichte Apollinaires.
(CCCIII)

Der Autor findet es sehr gut, denn gleich

am 29. Juli 1914

schreibt er darüber an Férat:

Vorgestern regnete es – ich habe ein gutes Gedicht darüber geschrieben, es heißt »Horch hinaus, ob es regnet«. Hier ist das Schema.

Er fügt vertikale Striche hinzu, die die graphische Konzeption des Gedichtes bezeichnen. Die einzelnen Buchstaben stehen untereinander als graphisches Symbol der fallenden Regentropfen, die den Seismographen der Imagination des Dichters spielen lassen und die naturgegebene Realität des Regens in ganz andere poetische Regionen transponieren, in denen es Frauenstimmen bei wundersamen Begegnungen regnet, »wo Leid und Stolz durch alte Weisen schreiten«. Nach diesem Vers zu schließen, denkt der Dichter noch immer an Marie.

Aber in das relativ ruhige Seelenklima schlägt der Blitz ein.

 

Vladimír Diviš: Apollinaire. Chronik eines Dichterlebens. Deutsch von Aleš Krejča, Artia, 1966